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Von der Ergonomie zur Sport-Ergonomie

„Ergonomie ist ein wissenschaftlicher Ansatz, um mit geringster Mühe und größter Zufriedenheit reichlichst Früchte zu erhalten für das eigene und allgemeine Wohl.“
(Wojciech Bogumil Jastrzebowski, 1857)

Dieser erster bekannte Ansatz ist immer noch aktuell, und diente oft als Vorlage für weitere Definitionen. Ziele der Ergonomie sind die Steigerung der Performance, aber auch die Erhöhung von Zufriedenheit und Wohlbefinden des Nutzers.

Ergonomie ist ein Kunstbegriff aus dem Griechischen und bedeutet:

Ergon = Arbeit, Werk

und

Nomos = Gesetz, Regel, Lehre

Damit bedeutet Ergonomie die Lehre von der Arbeit. In Deutschland wird diese über den Spitzenverband GfA (Gesellschaft für Arbeitswissenschaft) vertreten und international von der IEA (International Ergonomics Assoziation).

Allerdings hat sich mit dem Verschwimmen von klaren Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit in unserer postmodernen Gegenwart die Ergonomie längst auf viele Bereiche ausgeweitet. Im Sport trifft die Ergonomie auf viele Besonderheiten, so dass sich ganz neu das Spezialgebiet der Sport-Ergonomie entwickelt. Das kann man mit der Sportmedizin vergleichen, bei der sportwissenschaftliche Fragestellungen und bestimmte Bereiche der Medizin verbunden werden.

Eine kurze Definition von Sport-Ergonomie lautet:

„Sportergonomie befasst sich mit der humanen Gestaltung des soziotechnischen Systems im Sport.“
(Kim Alexander Tofaute, 2009)

Das soziotechnische System betrifft den Menschen auf der einen Seite und technische Produktwelten auf der anderen. In der wissenschaftlichen Anwendung werden ergonomische Systeme analysiert und erforscht. Hieraus können erklärende Modelle abgeleitet werden. Dieses kann wiederum dazu dienen, die Lebenswelt ergonomischer zu gestalten, indem Ergonomie-Wissen in die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen einfließt.

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